Zeitachsen und Denkwürdigkeiten

Warumich nach einem Besuch im Archäologischen Museum echt verstört war.

Eigentlich ist das ganz einfach (Link) hier beschreibe ich meine Eindrücke aus dem Museum. Dieses Museum ist entlang einer gedachten Zeitlinie angelegt. Sie beginnt vor 250.000 Jahren und endet 1945. Ne echt lange Zeit dachte ich… Nun lese ich in der Woche des Besuchs einen Artikel wie Frankreich sein Atommüll Endlagern will. Unterirdisch na klar und dort voll automatisch.

Das System soll auch garantieren, dass der Müll für 100 Jahre zurück geholt werden kann. Auch eine lange Zeit denkt man, wenn da nicht am Rand eine Graphik gewesen wäre.

Zu sehen war die Zeitachse der Entwicklung des Menschen in der Relation zur Halbwertzeit von Atommüll.

Das war beeindruckend! Vor 1.5Millionen Jahren erfand der Mensch den Faustkeil. Vor 200.000 Jahren kam der Mensch nach Europa. Vor 30.000 Jahren erfand der Mensch die Töpferei.

Dagegen die Halbwertzeiten von Atommüll. Plutonium-239 hat eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren.

Plutonium-242 benötigt schon 375.000 Jahre um seine Strahlung zu halbieren. Neptunium-237 ein Material, das es nur als Produkt in Atomkraftwerken gibt hat eine Halbwertzeit von 2,1 Millionen Jahren. Ihr erinnert Euch den Faustkeil haben wir vor 1,5 Millionen Jahren Erfunden.

Ich hoffe alle wissen worum es beim Endlagern geht….

3 Gedanken zu „Zeitachsen und Denkwürdigkeiten

  1. Pingback: warumich.com » Blog Archiv » Archäologischen Landesmuseum für Westfalen (LWL Museum)

  2. Erinnere mich gerade an eine interssante Diskussion aus meiner Schulzeit.

    Wenn ein atomares Endlager buchstäblich Millionen von Jahren braucht, bis es nicht mehr gefährlich ist, dann muss sichergestellt werden, dass das Wissen darüber im Laufe der vielen Generationen nicht verloren geht. Es muss Warnhinweise geben, die so geschaffen sind, dass sie diese enorm lange Zeit überdauern. Und das ist gar nicht so einfach!

    Aus welchem Material müsste z.B. ein Warn-Schild bestehen, damit es auch nach 2,1 Millionen Jahren noch intakt und lesbar ist? Stein? Zerbricht irgendwann. Stahl? Wird einmal rosten, auch wenns der feinste Edelstahl ist. Plastik? Könnte gehen, aber wie lange hält das der Witterung stand? Und Erdbeben? Und Überschwemmungen?

    Das zweite Problem: Wie kann man den Menschen dieser fernen Zukunft einen klare Botschaft übermitteln, nämlich: „Gefährlich! Finger weg!“ Sie werden sicher eine ganz andere Sprache sprechen und eine andere Schrift verwenden. Es müsste also eine Art Piktogramm sein, dass so universell ist, dass es unabhängig von jeglichem kulturellen Hintergrund verstanden wird.

    Es ist echt ein Problem. Hoffen wir das Beste für unsere Nachfahren.

  3. Ich bin im Artikel noch auf einen interessanten Punkt gekommen. Das Endlager der Franzosen soll im Übrigen für 100.000 Jahre sicher sein. Bin gespannt wie die „Restliche“ Zeit überbrückt werden soll…

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