Was man so sieht.

Neulich auf Kräuter Wanderung ( 08_2012)

Externsteine

Warum ich mit vielen anderen zu Steinen pilger? Es gibt Orte von denen man immer schon gehört hatte und die viele Andere schon besucht haben, und  davon erzählten. Im Fernsehen hat man schon etwas gesehen und doch war es nie so in der Nähe, dass man selber da war. Für mich waren einer dieser Orte die Externsteine.

Was ist das eigentlich? Na im Grunde sind die Externsteine ein Teil eines Landschaftsschutzgebietes, aber für manche ist dies auch ein Ort, um Naturgottheiten nahe zu sein. Ein Ort der Geschichte war es auch einmal, als die Nationalsozialisten versuchten den Ort als Beweis zu nutzen, dass es eine Germanische Überkultur gab. Da letzteres nur mit Hilfe von gefälschten Beweisen möglich war, ist dieser Kult zusammen mit dem Braunen Mief im Laufe der Zeit verflogen.

Übrig blieb ein gut gepflegtes Naturdenkmal mit Erlebnisfaktor .

Wir kamen an und parkten auf dem geräumigen kostenpflichtigen Parkplatz  (2€/Tag). Die Orientierung im Park beginnt im Informationszentrum. Hier sind die Gastronomie, eine kleine Ausstellung und eine Ausleihe für GPS Systeme (Gebührenpflichtig). Dies kann man nutzen, um an den interaktiven Lehrpfaden Informationen vor Ort zu erhalten. Dies geht aber auch mit jedem Smartphone für die man sich im APP Store kostenfrei eine APP herunterladen kann. Mein Tipp:  Macht dies schon zu Hause, die Datenrate im Park ist naturgemäß nicht so hoch….  Läuft die APP dann  bekommt man im Park an den POI´s eine Meldung zum Ort. Die Kann man lesen, oder sich vorlesen lassen. Manche Wanderer fühlen sich von diesem Technischen Schnickschnack gestört, mir gefällt diese „Spielerei“ aber besser als irgendwelche Infoschilder, die mitten im Landschaftsschutzgebiet platziert werden.  Der Eintritt ins Schutzgebiet ist frei, nur wenn man auf die Besucherplattformen  auf den Steinen besuchen will ist ein Eintritt fällig. Der Kostenpflichtige Teil des Parks ist auch nur im Sommer geöffnet (Apr.-Okt). Die Wege und die Wiesen um die Steine sind gepflegt und erinnern eher an einen Park. Bei schönem Wetter kann man dort also auch schön ruhen und  picknicken.

Externsteine 2012

Geht man nun auf einen der Rundwege,  wird es schnell ruhiger und nicht mehr so voll. Auf den Wegen warten Überraschungen wie Liegen in der Heide, oder Schaukeln im Wald….

Ein Tipp von mir: Seht Euch vorher das Streckennetz im www an und plant vorher, wie weit Ihr gehen möchtet. Es gibt Strecken für jeden Geschmack. (http://www.externsteine-info.de)

Will man wandern, sollte man sich zu den Lehrpfaden noch Kartenmaterial über die Umgebung besorgen, oder gleich GPS Software nutzen. Die Pfade selber sind schön, aber nicht gerade lang.

Wer schon mal hier ist….. Das Hermansdenkmal ist ganz in der Nähe.

 

was man so sieht….

Blüten 2012

Der Kanal bei GE und die Köttelbecke

Eis am Kanal GE den 12.02.2012

Krank und schön

krank uns schön

Kraftvoll

Kraft

sei ein Stein

sei ein Stein

Zeitachsen und Denkwürdigkeiten

Warumich nach einem Besuch im Archäologischen Museum echt verstört war.

Eigentlich ist das ganz einfach (Link) hier beschreibe ich meine Eindrücke aus dem Museum. Dieses Museum ist entlang einer gedachten Zeitlinie angelegt. Sie beginnt vor 250.000 Jahren und endet 1945. Ne echt lange Zeit dachte ich… Nun lese ich in der Woche des Besuchs einen Artikel wie Frankreich sein Atommüll Endlagern will. Unterirdisch na klar und dort voll automatisch.

Das System soll auch garantieren, dass der Müll für 100 Jahre zurück geholt werden kann. Auch eine lange Zeit denkt man, wenn da nicht am Rand eine Graphik gewesen wäre.

Zu sehen war die Zeitachse der Entwicklung des Menschen in der Relation zur Halbwertzeit von Atommüll.

Das war beeindruckend! Vor 1.5Millionen Jahren erfand der Mensch den Faustkeil. Vor 200.000 Jahren kam der Mensch nach Europa. Vor 30.000 Jahren erfand der Mensch die Töpferei.

Dagegen die Halbwertzeiten von Atommüll. Plutonium-239 hat eine Halbwertzeit von 24.000 Jahren.

Plutonium-242 benötigt schon 375.000 Jahre um seine Strahlung zu halbieren. Neptunium-237 ein Material, das es nur als Produkt in Atomkraftwerken gibt hat eine Halbwertzeit von 2,1 Millionen Jahren. Ihr erinnert Euch den Faustkeil haben wir vor 1,5 Millionen Jahren Erfunden.

Ich hoffe alle wissen worum es beim Endlagern geht….

Archäologischen Landesmuseum für Westfalen (LWL Museum)

Warumich diese Woche viel über lange Linien Nachgedacht habe.

An dem Tag, an dem wir Richtung Herne unterwegs waren war es kalt und nieselig, also perfekt!

Auf jeden Fall wenn man sich die Dauerausstellung des Archäologischen Landesmuseum für Westfalen vorgenommen hat. Archäologie weckt gleich das Bild von Steinen, Scherben und Knochenresten vor meinem geistigen Auge, also mal sehen was uns geboten wird.

Erst mal rein ins Parkhaus. Leider muss man dort parken, da das Museum keinen eigenen Parkplatz hat, was sich über die Zeit leider als nicht günstig erweist. Quer über den Platz und runter ins Museum. Die interessante Architektur des Gebäudes setzt irgendwie auf die Wirkung von Treppen.

Dies muss Besucher mit Gehbehinderung aber nicht schrecken, die Ausstellung ist auch barrierefrei zu erreichen. Die 3000m² der Dauerausstellung betritt man durch den Wald der Geschichte dieser besteht aus versteinerten Bäumen (14.000 Jahre alt) welche mit bekannten Zitaten  über die Geschichte versehen sind.

Ab hier folgt man einem 210 Meter langen Band aus Eisenplatten, das durch die Geschichte der Menschheit führt. Auf den Eisenplatten stehen die Jahreszahlen und die wichtigen Ereignisse der Zeit immer passend zu den Ausstellungsstücken. Wir beginnen vor 250.000 Jahren und enden in der Neuzeit, genauer in den Trümmerfunden des zweiten Weltkriegs. Der Schwerpunkt liegt aber natürlich in der gesamten Ausstellung auf Funden aus den Ausgrabungen in Westfalen.

Die Funde werden teilweise in Grabungslandschaften gezeigt. Dadurch kann man die Arbeit des Archäologen besser begreifen. Sogar ein Knochenfund wird so wirklich spannend und aussagestark.

Im Museum findet man auch viele Multimedia Anwendungen, die sich wirklich lohnen. So erhält man zusätzliche Informationen und auch ein besseres Verständnis für die Zeit des Fundstücks.

In der Außenwand findet man zusätzlich kleine Schaufenster mit Darstellungen der Zeitgeschichte. So erhält man einen Bezug, was gerade an einer anderen Stelle der Welt so los war. Zum Beispiel der Bau der Pyramiden in Ägypten.

Die Ausstellung ist spannend gemacht und abwechslungsreich. Familien sollten aber Kinder nicht unbedingt „alleine“ lassen, da man sich einiges erklären lassen sollte. Dies geht prima gemeinsam, oder an den speziell hierfür entwickelten Familien Sonntagen. Ein absolutes High Light für mich waren die Knochenfunde, an denen die Archäologen noch feststellen konnten, welche Krankheiten die ursprünglichen „Inhaber“ hatten.

Geschwänzt habe ich hingegen das Forschungslabor. Hier kann man die Laborarbeit und die Klärung von zusammenhängen der Ausgrabungen nach vollziehen.

Dies werde ich mir an einem andern Tag mal in Ruhe ansehen, da nach der Dauerausstellung meine Aufnahmefähigkeit anfing nach zu lassen.

Empfehlenswert ist der 5€ kostende Museumsführer. Er ist gut gemacht und hilft bei der späteren Vertiefung der Erlebnisse.

 

Fazit: Ein schönes Museum. Hier sollte man ruhig mal hin fahren und das nicht nur als Westfale.

Es lohnt sich einen der Klappstühle mit zu nehmen, da es zwar „Ecken“ gibt wo man verweilen möchte, aber dort sich leider keine Sitzgelegenheiten befinden.

Etwas Besonderes ist auch die Museumsgastronomie. Der Pächter des Museumscafe-Herne bietet nicht nur ab 9.30Uhr Frühstück an, sondern auch Longdrinks und Speisen. So etwas findet man nicht in jedem Museum.

Mehr unter:

http://www.lwl-landesmuseum-herne.de/

 

Lest auch was Zeitlinien noch bewirken: (Link)