Erfahrungen bei der Sammlung von Unterschriften für Inge Hannemanns Petition Teil 1

Ich schäme mich,

dies war die bewegenste Aussage bei der gestrigen Sammlung zur Petition von Inge Hannemann. Diese Aussage kam von einer Frau, die ich angesprochene hatte. Es gab noch andere Aussagen, die mich bei dieser Frau bewegten, aber es gab mir auch die Bestätigung, am richtigen Ort, das richtige zu tun.
Ich kann kaum alles wieder geben, aber glaubt mir das Gespräch wirkt nach. Ich sprach die Dame an, ob sie sich beteiligen möchte. Sie antwortete nur ich kann nicht unterschreiben, ich arbeite da. (Sie zeigte dabei auf das Jobcenter) Ich bin froh einen Job zu haben und mache nichts um diesen Job zu gefährden. Ich antworte nur, dass wir noch in einer Demokratie leben und die Daten ja nur für den Bundestag sind. Für diese Aussage erhielt ich ein trauriges Lächeln und es begann eine ausgiebige Unterhaltung.
Ich kann wie schon geschrieben nicht alles wieder geben, daher nun die traurigen Highlights in Listen form:
Ich schäme mich bezog sich auf ihre Beschäftigung im Jobcenter und wurde mit der Aussage ergänzt, dass sie im Bekanntenkreis keinem mehr erzählt wo sie arbeitet.
Bei manchen Begegnungen an ihrem Schreibtisch kommen ihr einfach nur die Tränen, die Menschen haben aber auch häufig weder Chance noch Perspektiven.
Es ist doch auch so: Sagt man, dass man H4ler ist, ist man direkt fünf Etagen tiefer im Ansehen, da wird man auch gleich in einen Sack gesteckt und Jobs, die einen da raus holen könnten, die gibt es ja nicht mehr.
Sanktionen sind ja gewünscht, aber wem die helfen? Änder tuen die aber nichts…

Wie schon geschrieben, das Gespräch wirkt bei mir nach, und ich hoffe ausgesprochen wirken die Aussagen auch bei der Frau nach, sie schien mir auf einem guten Weg.